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MittelRussland (Sibirien)

Samojede

"Ein lebhaftes Kraftpaket mit dem berühmten „Samojeden-Lächeln“. Dieser weiße Nordländer vereint Ausdauer mit einem außergewöhnlich freundlichen, menschenbezogenen Charakter."

Deine Größe:
180 cm
Human
Samojede
Widerristhöhe: 56 cm
Alter12-14 Jahre
Die durchschnittliche Lebenserwartung bei artgerechter Haltung und guter Gesundheit.
Größe
Widerristhöhe: 51-60cmKopfhöhe: ~74cm (est.)
Die Standard-Größe gemessen vom Boden bis zum höchsten Punkt der Schulter (Widerrist).
Gewicht20-30 kg
Das ideale Körpergewicht für eine gesunde, ausgewachsene Rasse.
Kosten/Monat€60+
Die Summe aus Futter, Versicherung und Grundversorgung pro Monat.

Charakter-Profil

Aktivitätslevel
Ein Maß für den täglichen Bewegungsdrang und die nötige geistige Auslastung.

Als Schlittenhund gezüchtet, benötigt er täglich intensive körperliche und geistige Auslastung.

Lernfreude
Die Bereitschaft der Rasse, mit dem Menschen zusammenzuarbeiten und Kommandos schnell zu erlernen.

Intelligent, aber mit eigenem Willen; benötigt geduldige und konsequente Erziehung ohne Härte.

Familienfreundlichkeit
Beschreibt die Geduld und Anpassungsfähigkeit im Umgang mit Kindern und Familientrubel.

Er gilt als extrem menschenbezogen und freundlich, sucht stets die Nähe zu seinem Rudel.

Sozialverträglichkeit
Das Verhalten gegenüber fremden Personen und anderen Hunden/Haustieren.

Zeigt kaum Aggression und begegnet Fremden sowie Artgenossen meist sehr offen und freudig.

Anfängertauglichkeit
Gibt an, wie gut die Rasse für Erstbesitzer ohne viel Erfahrung geeignet ist.

Hoher Pflegeaufwand und großer Bewegungsdrang fordern unerfahrene Halter stark heraus.

Wohnungstauglichkeit
Berücksichtigt Bellverhalten, Platzbedarf und das allgemeine Ruhebedürfnis in Innenräumen.

Wegen seines Bewegungsdrangs und seiner Neigung zum Bellen eher für Häuser mit Garten geeignet.

Pflegeaufwand
Zeitaufwand für Bürsten, Baden und Krallenpflege. Langhaarige Rassen benötigen oft tägliche Pflege.

Das dichte, weiße Doppelfell muss fast täglich gebürstet werden, um Verfilzungen zu vermeiden.

Haarausfall
Wie viel loses Haar die Rasse in der Wohnung verliert. Wichtig für Allergiker und den Reinigungsaufwand.

Verliert das ganze Jahr über Haare, extrem starker Fellwechsel zweimal im Jahr.

Wusstest du schon?

Der Unterhalt eines Haustieres dieser Größe kostet im Durchschnitt über 80€ im Monat. Plane deine Finanzen weise.

Charakter & Training

Samojeden sind weltberühmt für ihr freundliches Wesen und das charakteristische „Lächeln“, das durch ihre hochgezogenen Lefzen entsteht. Sie sind extrem gesellig und suchen ständig die Nähe ihres „Rudels“, weshalb sie ungern allein bleiben. Bei der Erziehung ist feinfühlige Konsequenz gefragt: Da sie einen eigenständigen Geist besitzen, sind sie keine blinden Befehlsempfänger. Mit positiver Verstärkung und spielerischer Abwechslung lässt sich ihre Intelligenz jedoch hervorragend fördern, ohne dass Langeweile den Trainingsfortschritt bremst.

Haltung & Alltag

Als ursprüngliche Arbeitshunde fordern Samojeden täglich viel Bewegung und anspruchsvolle kognitive Aufgaben ein. Ein Haus mit einem sicher eingezäunten Garten ist ideal, da sie die Zeit im Freien genießen und ihre Umgebung aufmerksam beobachten. Sie sind ideale Partner für Zughundesport, lange Bergwanderungen oder ausgiebige Jogging-Runden. Wegen ihres dichten Doppelfells sind sie extrem kälteunempfindlich, leiden aber unter sommerlicher Hitze. Kühle Rückzugsorte und schattige Plätze im Haus sind im Alltag daher unverzichtbar für ihr Wohlbefinden.

Gesundheit & Pflege

Das prachtvolle, weiße Fell benötigt intensive Pflege; regelmäßiges Bürsten ist Pflicht, um Verfolzungen vorzubeugen und die dichte Unterwolle zu kontrollieren. Die Rasse gilt als vital, zeigt jedoch Dispositionen für Hüftgelenksdysplasie (HD) sowie erbliche Augenerkrankungen. Eine rassespezifische Besonderheit ist die Samojeden-Hereditäre-Glomerulopathie, eine Nierenerkrankung, auf die seriöse Züchter testen sollten. Eine ausgewogene Ernährung bildet das Fundament, um die Gelenke zu schonen und die Gesundheit bis ins hohe Alter stabil zu halten.

Geschichte

Die Wurzeln dieser majestätischen Hunde liegen in der eisigen Tundra Sibiriens. Dort dienten sie den nomadisierenden Nenzen als unverzichtbare Gehilfen beim Hüten von Rentierherden, als ausdauernde Schlittenhunde und sogar als lebende Wärmequellen in den Zelten. Diese jahrtausendelange, enge Symbiose mit dem Menschen prägte ihre tiefe Loyalität. Ende des 19. Jahrhunderts gelangten sie nach Europa und erlangten durch heroische Polarexpeditionen weltweite Bekanntheit, bevor sie ihren Siegeszug als einer der beliebtesten Familienhunde antraten.

Samojede | Hunderassen